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Wissenswertes zum Thema Estrich

Als Estrich wird der Aufbau des Fußbodens genannt, der den Untergrund für verschiedene Arten von Fußbodenbelägen bildet. Ein Estrich ist der nutzbare Boden, wobei für privat oder gewerblich genutzte Räume unterschiedliche Estricharten verwendet werden. Estriche sind nicht nur für das Aufbringen der Bodenbeläge unverzichtbar, sondern sind auch als Wärme- und Schallisolierer von Bedeutung.
Im Wohn- und Gewerbebereich ist wichtig, dass die Trittschalldämmung des Estrichs ausreichend hoch ist. Überall dort, wo Schall vermieden werden soll, muss daher ein besonderes Augenmerk auf die Isolierung sowie eine ausreichende Stärke des Estrichs gelegt werden.

Verschiedene Estricharten

Diverse Faktoren bestimmen, welche Art von Estrich für Ihr Objekt geeignet ist. Je nach Konstruktion wird entschieden, ob ein Heizestrich, ein schwimmender Estrich oder ein Verbundestrich aufgetragen wird.

Unter dem Estrich befinden sich die verschiedenen Leitungen wie Heizschleifen der Fußbodenheizung oder Wasserleitungen. Vor dem Aufbringen des Estrichs müssen daher ausreichende Funktionstests dieser Leitungen durchgeführt werden, damit ein nachträgliches Aufbrechen des Fußbodens verhindert werden kann. Zudem kann es sinnvoll sein, von der Lage der Leitungen Fotos oder genaue Zeichnungen zu machen, damit im Falle eines Schadens nicht der gesamte Fußboden aufgebrochen werden muss, sondern gezielt vorgegangen werden kann.

Zusätzliche Maßnahmen beim Verlegen der Estriche

Damit es nicht zur Bildung von Rissen kommt, werden Bewehrungen vor dem Aufbringen des Estrichs angelegt. Außerdem kann ein schwimmender Zementestrich sinnvoll sein, er lässt Risse selten entstehen. Fließestrich ist besonders leicht zu verlegen und gilt als sehr langlebig.
Damit es nicht zu Bodenfeuchte, stauendem Sickerwasser oder drückendem Wasser aus dem Erdreich kommt, werden Abdichtungen unter dem Estrich verlegt.
Bis Estrich perfekt ausgehärtet und trocken ist, muss er mehrere Male erhitzt werden. Heizestrich dehnt sich dabei auch nach den Seiten hin aus. Daher ist es wichtig, dass zu den Wänden ausreichend Platz beim Verlegen des Estrichs gelassen wird (Stichwort Dehnfuge). Schwundarmer Estrich ist das Mittel der Wahl bei der Vermeidung von Trocknungsverformungen, die sich gerade am Randbereich zeigen.

Was sind faserbewehrte Estriche?

Immer wieder ist in Fachkreisen von „faserbewehrten Estrichen“ die Rede. Doch was hat es damit auf sich? Ganz einfach: Durch die Bewehrung mit Fasern wird eine höhere Biegezugfestigkeit des Estrichs erreicht. Faserbewehrte Estriche sind das Gegenstück zu Estrichgittern, die ihre Festigkeitswerte nicht ändern können. In faserbewehrten Estrichen, die sowohl im Wohnbereich als auch als Industrieestrich verlegt werden, bilden sich viele kleine Kristalle beim Aushärten. Je mehr solcher Kristalle vorhanden sind, desto größer wird die Elastizität. Verfilzungen oder Verzahnungen der Kristalle treten nur in geringem Maß auf.
Wird ein Zementestrich aufgebracht, so erfolgt die Bewehrung mit Glasfasern, welche keine Verbindung mit dem Zementestrich eingehen. Große Zementkristalle bilden sich hier nicht, welche zu einer erhöhten Gefahr der Rissbildung führen würden.
Interessant ist die Vorgehensweise bei Calciumsufaltestrichen, denn hier werden als Faserbewehrung Mehl oder Haare verwendet. Bei Gussasphaltestrichen werden Stahlfasern beigemengt.
Fragen Sie den Fachmann, wenn Sie wissen wollen, welche Art Estrich für Sie und Ihr Bauvorhaben am besten geeignet ist. Er weiß auch, ob Estrichgitter oder faserbewehrte Estriche die bessere Wahl sind.

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